Wanderstiefel lösen Sucheinsatz aus

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EinsatzEin Paar herrenlose Wanderstiefel neben dem aufgebrochenen Mundloch der Grube "König Friedrich" bei Wernigerode hatten Spaziergänger entdeckt und der Polizei gemeldet. Der Zusammenhang lag nahe, dass sich zumindest eine Person in der Grube aufhält und dort zu Schaden gekommen sein könnte.

Die Rettungsleitstelle alarmierte daraufhin gegen 16:10 Uhr die Hilfsorganisationen; gegen 16:45 auch die Bergwacht Hüttenrode, die zunächst in Bereitschaft ging.

 


An der Suchaktion beteiligt waren neben der Stadtfeuerwehr und einigen Freiwilligen Feuerwehren auch die THW-Ortsgruppe Quedlinburg mit drei Flächensuchhunden, Polizei und Rettungsdienst sowie die Grubenwehr der GVV Sondershausen. Alle weiteren noch aktiven Grubenwehren in Sachsen-Anhalt gingen in Bereitschaft. Dennoch gelang es den Anwesenden nicht, die eher übersichtliche Grube systematisch und vollständig abzusuchen.

Nachdem gegen 19:45 Uhr der Einsatzalarm für die Bergwachtbereitschaft Hüttenrode erfolgte, waren die ersten Kameraden mit Material aus dem Depot gegen 21 Uhr an der Einsatzstelle. Ein Mantrailer-Hund der Bergwacht wurde auf die Schuhe angesetzt und führte zu einem nahen Wanderparkplatz, wo eine Person in einem Auto schlief. Diese bestritt jeden Zusammenhang mit dem gefundenen Schuhwerk.

Kurz nach 22 Uhr waren sieben Kameraden der Bergwacht vor Ort, es gab immer noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Lage in der Grube. Die Feuerwehr hatte unterdessen ein Zelt aufgebaut und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Ein Suchtrupp der Bergwacht fuhr schließlich unter Mitnahme eines Telefonkabels in die Grube ein und suchte diese systematisch ab. Durch die Sprechverbindung nach Übertage war die Bergwacht-Einsatzleitung ständig über das Geschehen in der Grube informiert. Nach 45 Minuten war schließlich klar, dass sich in der Grube keine Personen aufhielten. Kurz nach Mitternacht war der Einsatz beendet.

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