Ausbildungswochenende 14.-16.09. 2012 Annaberg-Buchholz

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Die Septemberausbildung sollte in einem für die Meisten unbekanntem Revier stattfinden. Das Erzgebirge bot sich an und so machten sich die Kameraden/Innen auf in das Mutterland des Bergbaus.

Ausgangssituation für die Übung:
Ein Einzelner Befahrer ist nicht nach Hause gekommen und wird morgens als vermisst gemeldet. Da nicht bekannt ist in welchen Stolln er eingefahren ist, aber vermutet wird, dass er auf Mineraliensuche war, kommen mehrere Stolln in Annaberg-Buchholz in Frage. Der örtliche Berg- und Höhenrettungszug fordert Unterstützung an, die Bergwachtbereitschaft Hüttenrode bekommt einen in Frage kommenden Stolln zur Suche zugeteilt.

Aus Übungstechnischen Gründen hielten sich die Ortskundigen aus der eigentlichen Suche heraus und fungierten zunächst als Übungsleiter, Übungsopfer und Versorgungstrupp-Übertage.
Es trafen inkl. den oben genannten Personen 12 Rettungskräfte um 09:05Uhr nahe dem Stolln auf einem Parkplatz ein, gegen 09:25Uhr befanden sich alle einsatzbereit am Stollenmundloch. Darunter auch 2 Kameradinnen von der Bergwacht Höhlenrettung Sachsen. Grundausrüstung, sowie Material für die Einsatzleitstelle wurde zum Mundloch transportiert. Der Einsatzleiter teilte 2 Suchtrupps und einen Kommunikationstrupp ein.
Gegen 09:40Uhr begab sich der 1. Suchtrupp und der Kommunikationstrupp in den Stolln. Da zu vermuten stand, dass es sich um ein Komplexes Grubengebäude handelt, wurd wenig später der 2. Suchtrupp nachgeschickt und parallel versucht Risswerk heranzuschaffen.

Schnell wurde die Entscheidung getroffen, dass es bei einem solchen, für die Beteiligten komplett unbekannten Objekt mit vielen Abzweigen sinnvoll ist, wenn ein Suchtrupp  den Hauptstolln absucht und ein (oder ggf. mehrere) Suchtrupp(s) die Seitenstolln absuchen. So arbeitete sich der 1. Suchtrupp im Hauptstolln vor und der 2. Suchte die Seitenstolln ab, während der Kommunikationstrupp die Kommunikation im Hauptstolln weiter zog, aber an Abzweigen Schnittstellen für den 2. Suchtrupp ließ.
Zeitgleich wurde übertage Versorgung sichergestellt und es traf 10:35Uhr Risswerk, sowie ein Ortskundiger ein. Der EL-UT fuhr aus um mit dem EL und dem Ortskundigen zu sprechen und das weitere Vorgehen koordinieren zu können.
Gegen 11:05Uhr wurde der Verletzte Befahrer im Hauptstolln in ca. 300m Entfernung vom Mundloch mit einer Beinverletzung gefunden, jedoch befand er sich hinter 2. Gesenken. Diese bargen schon für einen gesunden Befahrer ein größeres Absturzrisiko, sodass ein Verletztentransport nicht ohne Traversen-/Seilbahnausbau stattfinden konnte.

Die Meldung wurde nach übertage weitergegeben. Der EL-UT befand sich gerade auf dem Rückweg in die Grube, es wurden alle Einsatzkräfte gesammelt und die Situation mit der EL-ÜT abgesprochen.

Im Weiteren verblieben 3 Personen ut, um die Situation und Materialbedarf genauer zu erkunden, der Rest wurde zum Materialtransport und einer kurzen Pause nach übertage geschickt.

So wurde der vordere Schacht traversiert, mit vorhandenen Mitteln eine Bühne stabilisiert und eine verletzte Person in der Sket-Trage doppelt gesichert über dieses Gesenk und dann die ca. 270m bis zum Mundloch transportiert. Hier traten wieder die bekannten Schwierigkteiten auf: aus Platzgründen konnten oft nur 2 Personen tragen und die Trage konnte wegen Standwasser nicht beliebig abgesetzt werden.

Übungsende: 15:08Uhr