20.-22.09. 2013 nationale HRVD Rettungsübung

Höhlenrettungen aus Deutschland, Österreich und Südtirol trainieren schwierigen Rettungseinsatz

In diesem Jahr war die Bergwacht Bayern Gastgeber der jährlich stattfindenden Übung des Höhlenrettungsverbundes Deutschland. Mehr als 150 Höhlen- und Bergretter nahmen an dieser Großübung teil. 
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VIDEO: Höhlenrettung in der großen Spielberghöhle VIDEO: Höhlenrettung in der großen Spielberghöhle

Angenommen wurde ein Höhlenunfall in der „Großen Spielberghöhle" in einer Tiefe von etwa 170m - eine solche alpine Schachthöhle stellt für die Höhlenretter eine der größten Herausforderungen dar. Es wurde angenommen, dass vier Höhlengeher teils schwer verletzt und weitere zwei Personen die Höhle nur mit Unterstützung der Berg- und Höhlenretter verlassen können.

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Ausbildungstermine 2014

14.-16.2. alp. Notfallmed./EH Materialprüfung Ort: Lautenthal

14.-16.3. alp. Notfallmed./EH Ort: Lautenthal

11.-13.4. Öffentlichkeitsarbeit Ort: Lautenthal

16.-18.5. Kommunikation und Einsatztaktik Ort: noch offen

20.-22.6. Sicherung "150 Jahre EA-Stollen" Ort: Lautenthal

19.-21.9. Bergwerk "Ostwig" Ort: Nuttlar

17.-19.10. noch offen

14.-16.11. Jahreshauptversammlung Ort : noch offen

Interessenten können hier die laufend aktualisierte Doodle-Liste einsehen und sich gegebenenfalls eintragen.

Einsatzübung im Besucherbergwerk „Ostwig“ 14.-16.6. 2013

Für das Besucherbergwerk war das ein wichtiges Wochenende, ging es doch darum das Rettungskonzept im Hauptbetriebsplan in der Praxis zu erproben.

Diese Tatsache im Hinterkopf machten wir uns am Freitag auf den Weg nach Nuttlar.

Einen Wehmutstropfen gab es allerdings. Friedo musste seine Teilnahme aufgrund der Hochwasserlage in der Altmark absagen. Dort hatte er wichtigere Aufgaben zu erfüllen.

Das führte zu kurzzeitigen Irritationen. Friedo hatte uns aufgerufen in bewährter Weise als Team in den Übungseinsatz zu gehen. „Ein Einsatz darf niemals von einer Person abhängen, arbeitet als Team, ich bin davon überzeugt, dass ihr das auch ohne mich schafft!“ schrieb er uns damals.

Wir hatten nicht die Absicht ihn zu enttäuschen!

Nun trafen wir also am Freitagabend in der DRV-Hütte ein, um uns auf die Übung einzustellen. Nach Friedos Vorschlag übernahm unser „König“ die Einsatzleitung. Erste Absprachen zu Funktionen und Truppbildung folgten. Konkret konnte jedoch so richtig nichts vorbereitet werden, da wir weder über Ortskenntnis verfügten, noch das Übungsszenario kannten. Das war auch so völlig beabsichtigt, im Realeinsatz kann es genauso sein.

Samstagfrüh also „Alarm“ und Anfahrt zum Bergwerk Ostwig. Wir kannten nicht mal die Koordinaten um die Navis damit zu füttern. Die Einweiser (wie im Rettungskonzept vorgesehen) und Hinweiszeichen erfüllten jedoch den gleichen Zweck. Nachdem die Lage geklärt war, wurde die Einsatztaktik festgelegt, Trupps eingeteilt und der Einsatz vorbereitet.

Das gesamte Rettungswerk inklusive Aufbau eine Untertagekommunikation, Suche von zwei Personen, med. Versorgung und Patiententransport lief „erschreckend“ reibungslos und schnell.

Alles lief wie am Schnürchen. In angemessener Zeit waren beide „Vermisste“ gefunden, versorgt und gerettet.

Das Urteil der Beobachter von Bergbehörde, Feuerwehr usw. : „Absolute Teamarbeit, hervorragendes Zusammenwirken, professionelle Einsatzführung, klare Aufgabenstellung, ausgefeilte Einsatztaktik, zügiger Ablauf dabei trotzdem besonnenes und sicheres Vorgehen.“

Was will man mehr?

Am Grill klang der Übungstag aus … .